HAMBURG - Igor Levit in der Elbphilharmonie
Beethoven, der Visionär; Beethoven, der Feinsinnige; Beethoven, der Freund: Erleben Sie zum Start der neuen Spielsaison Igor Levit im Großen Saal der Elbphilharmonie. Anlässlich seines umfassenden Konzertzyklus der Beethovensonaten zeigt der Ausnahmepianist den Komponisten in vielen Facetten und offenbart dabei immer wieder seinen zutiefst persönlichen Bezug zum Werk des Bonner Meisters. Zudem ist ein Konzertbesuch in der Elbphilharmonie immer wieder ein Erlebnis. Die akustische Perfektion des ikonischen Konzerthauses ist legendär. Jeder Ton, jede Note erklingt kristallklar und in perfekter Balance, egal auf welchem Platz man sitzt. Die 10.000 individuell gefertigten Gipsplatten an den Wänden, die sogenannte "Weiße Haut", reflektieren den Klang so präzise, dass selbst das leiseste Pianissimo mühelos den gesamten Raum erfüllt. Dazu haben wir wieder ein ausgewähltes Rahmenprogramm für Sie organisiert, denn das “Tor zur Welt” ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und bietet auch für Wiederkehrer immer wieder neue Aspekte und Einblicke.
Reiseverlauf
1. Tag, Montag, 12.10.2026
Anreise, St. Georg und Schifferbörse
Nach Ihrer Anreise beziehen Sie Ihr Hotelzimmer und lernen dann Sie Ihre Gästeführerin kennen, die Sie in den nächsten Tagen begleiten wird. Gemeinsam begeben Sie sich auf einen geführten Spaziergang durch den beliebten Hamburger Stadtteil St. Georg. Das charmante Viertel rund um die Lange Reihe, die mit Gebäuden aus dem späten 19. Jahrhundert gesäumt ist, ist voller Kontraste, bunt und hip. Der Rundgang endet in der historischen Schifferbörse, wo Sie um 18 Uhr zum Abendessen erwartet werden. Die Geschichte der Schifferbörse beginnt bereits im 13. Jahrhundert. In alten Zeiten vollzog sich der Handel der Frachtrate zunächst im Hafen. Dort handelte man die Konditionen aus. Im Rathaus wurden im zweiten Schritt die Verträge im Schuldbuch beurkundet. Zu guter Letzt traf man sich in der Schifferbörse bei einem Humpen Wein. Hier lassen Sie in uriger Atmosphäre und gutem Essen den Abend gesellig ausklingen.
2. Tag, Dienstag, 13.10.2026
Stadtrundfahrt, Michel, Alter Elbtunnel und St. Pauli
Nach dem Frühstück starten Sie zu einer großen Stadtrundfahrt durch Hamburg und Sie entdecken alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Die Hamburger Innenstadt ist geprägt von zahlreichen Kanälen, den Fleeten und Bauwerken aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Zwischendrin besichtigen Sie mit Ihrer Gästeführerin den Michel. Die Kirche ist eines der großen Hamburger Wahrzeichen und um 12 Uhr lauschen Sie einem kleinen Orgelkonzert anlässlich der Mittagsandacht. Im Anschluss geht es in den Hamburger Untergrund. Der St. Pauli Elbtunnel ist mit 426,5 Metern die kürzeste Verbindung zwischen St. Pauli und Steinwerder auf der anderen Elbseite. Respektvoll nennen die Hamburger ihn meistens eher den "Alten Elbtunnel“ im Gegensatz zum vielleicht berüchtigteren Autobahntunnel. Hamburg war schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der wichtigsten Hafenstädte Westeuropas und zehntausende Arbeiter mussten täglich auf Barkassen und Fähren über die Elbe zur Arbeit fahren. Da dieser Weg witterungsbedingt gefährlich und unzuverlässig war, bewilligte die Bürgerschaft 1901 den Bau eines Tunnels mit senkrechten Zugängen. So entstand zwischen Juli 1907 und September 1911 mit Hilfe von 4.400 Arbeitern die 426,5 Meter lange und sechs Meter breite Verbindung zwischen Landungsbrücken und Steinwerder. Heute eine der Attraktionen Hamburgs, die in jedes Besuchsprogramm gehören. Erleben Sie die Geschichte dieses wunderbar restaurierten Meisterwerks und besuchen Sie den Schauraum, den selbst hamburgische Insider kaum kennen und der nicht öffentlich zugänglich ist. Entdecken Sie Original-Stücke aus der Geschichte des Tunnels und ein beeindruckendes Modell im Maßstab 1:43. Lassen Sie sich von unserem Partner Jürgen Henke mitnehmen in die Zeit, die so prägend für Hamburg war. Anschließend gehen Sie durch den Tunnel und essen auf der anderen Seite der Elbe ein Fischbrötchen und klönen noch gemeinsam über den Hafen. Rückfahrt ins Hotel. Nach einer kleinen Pause werden Sie um 17 Uhr von einem Hamburger Original abgeholt. Gemeinsam mit dem St. Pauli- Nachtwächter begeben Sie sich auf einen unterhaltsamen Streifzug durch das berühmte Stadtviertel Hamburgs.
Er zeigt mit viel Witz und Seemannscharme, wie zwischen Millerntor und Altona das gröβte Amüsier- und Rotlichtviertel Europas entstand. Auf der alten, ausgetretenen „Matrosenroute" geht es von den Anlegern der Elbe zur weltbekannten Reeperbahn. Anekdotenreiche Geschichten der Groβen Freiheit, der alten Theater am Spielbudenplatz und der Davidwache erzählt er wissensreich wie unterhaltsam und beantwortet Fragen, die sie bisher nie zu stellen wagten. Wussten Sie z.B. was Ausnüchtern in der Davidwache kostet? Der Spaziergang endet in einem versteckten Restaurant in St. Pauli, wo Sie zum Abendessen erwartet werden.
3. Tag, Mittwoch, 14.10.2026
Kaffeeverleserinnen, Speicherstadt und Elbphilharmonie
Nach dem Frühstück geht es in das UNESCO-Welterbe Speicherstadt. Sie ist ein Hamburger Wahrzeichen und der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex. Gebaut wurde sie ab 1883, fünf Jahre, bevor Hamburg seinen Freihafen erhielt. Die Lagerhäuser sind auf Eichenpfählen gebaut und das Viertel ist durchzogen von den sogenannten Fleeten – Kanälen, die je nach Gezeitenstand geflutet sind und dann auch mit dem Schiff befahren werden können. Hier nehmen wir Sie mit auf einen ganz besonderen Spaziergang mit den Kaffeeverleserinnen. Die sogenannten Miedjes arbeiteten damals 12 Stunden unter härtesten Bedingungen und gingen als erste Frauen im Hafen auf die Barrikaden. Die Kaffeeverleserinnen kennen tausend Geschichten und Anekdoten, die sich um den Warenumschlag in der Speicherstadt ranken. Der unterhaltsame Spaziergang führt Sie in eine vergangene Zeit, die vor Ihren Augen lebendig wird und Sie werden das beliebteste Getränk der Deutschen hinterher aus einem ganz anderen Blickwinkel genießen. Denn immerhin trinken die Deutschen jedes Jahr eine gut gefüllte Badewanne davon und Hamburg macht seit über 200 Jahren diesen Genuss in Europa erst möglich. Im Anschluss an den Rundgang haben Sie noch etwas Freizeit und die Möglichkeit zum Mittagessen. Der Nachmittag steht für eigene Hamburg-Erkundungen zur freien Verfügung, bevor Sie zu einem frühen Abendessen in einem Restaurant mit Blick auf den Hafen erwartet werden. Von hier aus gehen Sie zur Elbphilharmonie. Die imposante Silhouette des Konzerthauses, majestätisch thronend über dem Hamburger Hafen, verspricht bereits von außen ein Erlebnis der Extraklasse. Der Weg zum musikalischen Hochgenuss beginnt mit der Fahrt auf der längsten freitragenden Rolltreppe Europas, die den Besucher sanft in die Höhe trägt. Durch die geschwungenen Gänge mit ihren wellenförmigen Wänden gelangt man schließlich in den großen Konzertsaal – das Herzstück der "Elphi" – wo sich die wahre Magie des Ortes offenbart. Hier erleben Sie den zweiten Abend von Igor Levits Konzertzyklus der Beethovensonaten. Die lyrische Sonate Nr. 10 war die erste Beethovensonate, die er spielte, bald gefolgt von der leichtfüßigen Nummer 9. Mit der »Großen Sonate« op. 7 warmzuwerden habe gedauert, berichtet Levit im Podcast, heute liebe er sie heiß und innig. In der Sonate Nr. 24 öffnet Beethoven bereits in den ersten Takten neue Klangräume; »Les Adieux« op. 81a wiederum nimmt eine Ausnahmestellung im Sonatenschaffen Beethovens ein. Sie ist die Einzige, die ein eindeutiges außermusikalisches Programm hat: den schmerzlichen Abschied von Beethovens Freund und Förderer Kronprinz Rudolph, der vor den Napoleonischen Truppen aus Wien floh. Und eins ist sicher: ob dramatisch oder lyrisch, persönlich oder weltumspannend, Igor Levit wird diese Werke so frisch und aktuell hören lassen, als seien sie eben erst geschrieben.
4. Tag, Donnerstag, 15.10.2026
Heimreise
Sie lassen sich noch einmal das reichhaltige Frühstücksbuffet im Hotel schmecken, bevor Sie die Heimreise antreten.
Programmänderungen aus witterungsbedingten und organisatorischen Gründen vorbehalten!
UNTERBRINGUNG
Inmitten des Hamburger Szeneviertels St. Georg befindet sich das 4-Sterne Superior Designhotel ARCOTEL Rubin Hamburg. Die Kunsthalle, der Hauptbahnhof oder das Schauspielhaus sind nicht viel weiter entfernt als die für ihr lebendiges Treiben und gastronomische Vielfalt bekannte Lange Reihe. Das Hotel bietet insgesamt 217 Zimmer. Alle sind mit kostenlosem WLAN Internetzugang, Flachbildschirm-TV und Klimaanlage ausgestattet. Zudem wird ein mit modernen Geräten ausgestatteter Fitnessbereich sowie Wellness mit Sauna und Dampfbad geboten. Besonderer Wert wird auf die Wiener Kaffee- und Esskultur im Restaurant FACETTE gelegt. Die Spezialität der „crystal bar“ ist Gin in über 50 Variationen.
Bildnachweisem-tours Patrick Reitz